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Strasse von Hormus: Tiere im Krieg: Iran erwägt Einsatz verminter Delfine Teheran soll an der Strasse von Hormus den Einsatz von verminten Tümmler in Erwägung ziehen. Es wären nicht die ersten Tiere, die für militärische Zwecke genutzt würden. Darum gehts Iran erwägt laut Bericht neue Mittel gegen US-Kriegsschiffe in der Strasse von Hormus, darunter auch Delfine mit Minen. Militär weltweit nutzt seit Jahren Meeressäuger wie Delfine und Seelöwen für Minensuche, Schutz und Bergung. Der Einsatz von Tieren im Krieg hat eine lange Geschichte, war oft umstritten und selten klar erfolgreich. Die Lage in der Strasse von Hormus bleibt angespannt. Um der Blockade durch US- Kriegsschiffe etwas entgegen zu setzen, soll Teheran laut dem «Wall Street Journal» den Einsatz bisher ungenutzter Waffensysteme in Betracht ziehen. Neben U-Booten könnten dies etwa auch Minen tragende Delfine sein. Delfine sind schon lange im Einsatz Die Idee, Tümmler im Seekampf einzusetzen, ist nicht neu. Die USA und Russland unterhalten Programme, um Meeressäuger militärisch zu nutzen. So haben beide Seiten Delfine trainiert, um Seeminen aufzuspüren. Im Irakkrieg 2003 haben Delfine nach Angaben der US-Marine im Hafen Umm Qasr über 100 Minen aufgespürt. Für Bewachungsaufgaben setzen die Amerikaner ebenfalls Delfine ein. Sie sollen feindlichen Tauchern eine Boje anheften, die diese an die Oberfläche zieht. Im Jahr 2022 berichtete das US Naval Institute USNI, dass die russische Marine im Februar zwei Gehege für trainierte Delfine in den Hafen von Sewastopol im Schwarzen Meer verlegt hatte. Die trainierten Meeressäuger sollten wohl Kriegsschiffe vor Unterwasser-Angriffen durch Kampftaucher schützen. Zur gleichen Zeit gab es Berichte, dass im russischen Angriffskrieg schon tausenden Delfine ums Leben gekommen sein. Besonders letzteres gibt zu reden. Politikanalyst Karim Sadjadpour von der Carnegie-Stiftung für Internationalen Frieden in Washington nannte die Delfin-Idee ein «sehr verrücktes, asymmetrisches Werkzeug», das allerdings «keine Stärke ausstrahlt.» Das der Einsatz von Tieren im Krieg weder neu noch zwangsläufig erfolgreich ist, zeigt der Blick auf die Geschichte: Explodierende Ratten Auf die Idee, Tiere mit Bomben auszustatten, sind auch schon die Briten gekommen. Im Zweiten Weltkrieg präparierten sie tote Ratten mit Sprengstoff. Sie sollten von Untergrundkämpfern auf die Kohlevorräte neben deutschen Heizungen gelegt werden. Von den Deutschen in die Heizung geschaufelt, sollten sie dann für Zerstörung sorgen. Andere Sprengstoff-Ratten wurden mit Zeitzündern versehen. Allerdings wurde bereits die erste Ladung von 100 Rattenbomben von den Nazis abgefangen und das Programm gestoppt. Anti-Panzer-Hunde Einen anderen Ansatz im Kampf gegen die Nazis wählten die Russen. Sie bildeten Hunde zu lebenden Anti-Panzer-Minen aus. Die Hunde, auch als Panzerabwehrhunde bezeichnet, sollten mit Sprengstoff versehen unter deutsche Panzer kriechen, wo sie dann explodierten. Doch im Feld tauchten eine Menge Probleme auf und so bleibt unklar, wie erfolgreich das Programm war. Die russische Propaganda sprach von 300 zerstörten Panzern, es dürften jedoch deutlich weniger gewesen sein. Im Jahr 1942 sollen die Hunde sogar eine komplette russische Panzerdivision zum Rückzug gezwungen haben. Napalm-Fledermäuse Im Kampf gegen Japan entwickelten die USA im Zweiten Weltkrieg Fledermausbomben. Jeweils 1040 Tiere sollten in einem Sammelbehälter an Fallschirmen über Städten abgeworfen werden und sich dann ein ruhiges Plätzchen suchen. Zeitgesteuerte Napalm-Brandsätze sollten anschliessend für Zerstörung sorgen, denn damals bestanden viele japanische Häuser noch aus Holz und Papier. Nach einigen Trainingsunfällen und wegen der Entwicklung der Atombombe wurde das Programm abgebrochen. Verseuchte Flöhe und Fliegen Auch Japan hat im Zweiten Weltkrieg auf Tiere als Waffe gesetzt. So wurden damals infizierte Insekten aus Flugzeugen abgeworfen, um in China Cholera und Pest auszulösen. Dabei sollen 440'000 Chinesen gestorben sein. Auch in Kanada wurde damals an ähnlichen Insektenwaffen geforscht. Frankreich und Deutschland arbeiteten ebenfalls an der Kriegsführung mit Insekten. Sie prüften den Einsatz von Kartoffelkäfern, um die Nahrungsvorräte des Feindes zu zerstören. Im Kalten Krieg verfolgten sowohl die USA als auch Russland weitere Insektenprogramme. Seelöwen-Wächter Die US-Marine nutzt Seelöwen als Wächter genutzt. Die Tiere beschützen Häfen und Kriegsschiffe. Sie können etwa Ortungsgeräte an feindliche Taucher anbringen, die wie Handschellen funktionieren. Auch zur Bergung von militärischen Gegenständen werden sie trainiert. Sie lernen etwa das Anbringen von Bergungsseilen an solche Objekte. Tauben-Lenkwaffen Der amerikanische Verhaltensforscher B. F. Skinner entwickelte im Zweiten Weltkrieg ein System, mit dem Tauben Raketen lenken konnten. Sie sassen in einer Art Cockpit und sahen vor sich das Ziel, etwa ein feindliches Schiff, auf einem Bildschirm. Sie mussten ständig das Ziel anpicken, was in Kurskorrekturen übersetzt wurde. Das Projekt wurde 1953 mit der Entwicklung elektronischer Lenksysteme endgültig aufgegeben. US-Medienberichten zufolge soll Teheran über den Einsatz bisher ungenutzter Waffensysteme in der Strasse von Hormus nachdenken. Dazu zählen auch verminte Delfine.
US-Medienberichten zufolge soll Teheran über den Einsatz bisher ungenutzter Waffensysteme in der Strasse von Hormus nachdenken. Dazu zählen auch verminte Delfine. Ein Tümmler der US-Marine beim Training im persischen Golf. (Archivbild von 2003).Wikimedia Commons/US Navy/PD Tot, aber tödlich: Die Rattenkadaver wurden mit Sprengstoff gefüllt.Wikimedia Commons/The National Archives, Kew/OGL 3
Explodierende Ratten, Anti-Panzer-Hunde, Napalm-Fledermäuse
Hund gegen Panzer: Russen setzten im Zweiten Weltkrieg auf verminte Vierbeiner.PD In dieser Fledermausbombe sollen über 1000 mit Brandgranaten ausgestattete Tiere gehabt haben.Wikimedia Commons/US Air Forces/PD Japanische Bomber im Zweiten Weltkrieg.Getty Images Ein Seelöwe des US-Marine-Säugetierprogramms befestigt eine Bergungsleine an einem Testgerät.US Navy Marine Mammal Programm Vor der Einführung elektronischer Lenksysteme sollten Tauben Raketen lenken.US Army
Tschernitz TV im Jahr 2026 Sprengstoff-Ratten